Einfach gutes Brot

»Für hochwertiges Brot braucht man nicht viel. Es reichen Mehl, Wasser, Salz und genügend Zeit, um den Sauerteig arbeiten zu lassen. Das klingt gemütlich, aber da steckt viel Handwerk dahinter.«

Diesem Handwerk hat sich Florian Domberger mit voller Begeisterung und tatkäftiger Unterstützung einer Frau Vanessa sowie den Bäckermeistern Björn Wiese und Ralf Tschentscher verschrieben.

Als Quereinsteiger aus der Logistikbranche begann Florian mit Domberger Brot-Werk in einer mobilen Backstube. Um genau zu sein mit einer tonnenschweren Schweizer Heeresbäckerei, mit der sich quasi überall backen lässt, solange irgendein Brennstoff fürs Anheizen zur Verfügung steht. Damit zog Florian Domberger gemeinsam mit Björn Wiese, dem Obermeister der Barnimer Bäcker- und Konditoreninnung, in Brandenburg übers Land oder auch nach Kreuzberg vor die Markthalle Neun und backte bei verschiedenen Gelegenheit gemeinsam mit Geflüchteten gutes, handwerkliches Brot.

Im Herbst 2016 konnte Domberger mit Handwerk nun auch sesshaft werden in Berlin: Außerhalb der typischen Food-Hipster-Zonen fand er im spreenahen Moabit ein Eckladengeschäft für seine gläserne Backstube. Wer den Laden betritt, steht als KundIn mittendrin im Backgeschehen und bekommt alles mit, was gutes Brotbacken ausmacht: das Wiegen der Zutaten, das Kneten und Ruhen des Teigs, das Formen und Falten der Brote und Brötchen, den Schwung mit dem die Broten den Weg in den großen Steinofen finden und mit schönster Kruste ihn wieder verlassen. Der Brotduft weht einem um die Nase, während man einfach dasitzt, vielleicht eine Stulle ist und zuschaut oder eine kleine, überraschende Einheit Brotbildungsgespräch mit Florian Domberger wahrnimmt. Die Nachbarschaft – und auch mancher Brotfreund aus anderen Teilen der Stadt – ist dankbar fürs gute Brot und stets freundliche Gespräch.

Ganz im Sinne vom Dombergers Ansatz »Qualität statt Masse« gibt es ein überschaubares Sortiment, das sich aufs Wesentliche konzentriert: ein Weizenbrot im französischen Landbrotstil (Beutebrot), ein Roggen-Dinkel-Mischbrot als Kompromissbrot zum Trainieren für Florian Dombergers eigentliches Lieblingsbrot – das reine Roggenbrot. Alles Natur-Sauerteigbrote mit 750 Gramm, die es auch nur als Ganzes zu kaufen gibt, es sei denn, man findet im Laden spontan jemanden, der gerne mit einem teilen möchte. Natürlich gibt es auch Brötchen: Alltagstaugliche Werk-Semmeln oder – gleicher Teig, andere Falttechnik – auch die Berliner Schrippe. Oder traditionsreiche, fast ausgestorbene Münchner Brotzeitsemmeln, die der gebürtige bayrische Schwabe Florian Domberger, gerade wiederbelebt. Mit dem Römerle, einer Roggensemmel mit Kümmel, und dem Schusterbuben (oder Berlinerisch: Schusterjunge) hat das Brot-Werk mit Jahresbeginn die ersten Schritte dazu getan.

Außerdem gibt es bei Domberger den besten Butter-Zucker-Kuchen weit und breit, mit ganz tiefen Butterseen und schönster Zuckerkruste. Gibt es übrigens nur für diejenigen, die fehlerfrei und ohne Zungenknoten »Uckermärker Butter-Zucker-Kuchen« aussprechen können. Am besten noch leicht warm und mit einer guten Tasse Kaffee dazu. Und ein wenig Fachsimpelei mit Florian Domberger.

Wir haben Domberger Brot-Werk bei der Eröffnung im Herbst 2016 mit Pressearbeit begleitet.

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